
Projekt: Dilatative Kardiomyopathie (DCM) beim Dobermann
Projektleitung: Prof. Dr. Gerhard Wess
Zielsetzung: In dieser Studie wird die Dobermann Kardiomyopathie (DCM) untersucht, um eine frühere Diagnose und bessere Therapie zu entwickeln.
Hintergründe:
Die Dobermann Kardiomyopathie (DCM) ist eine weit verbreitete Erkrankung innerhalb dieser Rasse. Die Erkrankung kann zu Herzrhythmusstörungen führen, welche sich in schwerwiegenden Fällen als Vorhofflimmern äußern und zum plötzlichen Herztod führen können. Durch die seit vielen Jahren bereits laufende Langzeitstudie konnten wir zahlreiche Forschungsprojekte durchführen, die die Diagnose und Therapie der Dobermänner mit dieser Herzerkrankung verbessert hat. Die momentanen Leitlinien des European College of Veterinary Surgeons (ESVC) zur Diagnose der DCM beim Dobermann beruhen vor allem auf unseren Forschungbeiträgen, wie z. B. modernere Ultraschallverfahren, neue 24-Stunden und EKG-Kriterien, der Einsatz der Biomarker NT-proBNP und cTNI, sowie erste Durchbrüche bei Gentests. Auch neue Medikamente, wie z. B. die Aptamere, wurden dank unserer Studien bereits eingesetzt und haben sich als sehr vielversprechend erwiesen.
Es gibt jedoch noch einiges zu tun: die Verbesserung/Erweiterung der Gentests, weitere Ultraschalluntersuchungen sowie neue Therapieansätze für Rhythmusstörungen, wie z. B. Ablationen – und vieles mehr.
Zusammenfassung:
Ab einem Alter von 2-3 Jahren werden einmal jährlich Untersuchungen wie Herzultraschall (inkl. Doppler, M-Mode und neuen Methoden wie Scheibchen-Summationsmethode, Gewebedoppler, Strain Untersuchungen, 3D-Ultraschall), 5-Minuten-EKG, 24-Stunden-EKG, der Biomarker cTNI eingeleitet und eine Schilddrüsendiagnostik durchgeführt (wenn indiziert).
Wem wird genau geholfen?
Die Studie dient dazu, eine frühere Diagnostik und bessere Therapie für Hunde mit Dobermann Kardiomyopathie zu entwickeln. Helfen Sie uns, diese weit verbreitete und schwerwiegende Erkrankung bei Dobermännern näher zu untersuchen, sodass diese bei betroffenen Tiere frühzeit erkannt und bestmöglich therapiert werden kann!
Projektleiter Prof. Dr. Gerhard Wess:
„Dank der Langzeit-Dobermann Studie konnten wir zahlreiche Verbesserungen in Bezug auf die Früherkennung und auch Therapie erreichen. Die aktuellen Leitlinien zu dieser Erkrankung basieren vorwiegend auf unseren Studien. Die Durchführung solcher Studien bedeutet auch einen großen finanziellen Aufwand – und wir sind für jede Unterstützung dankbar, um die Gesundheit der Rasse zu verbessern und betroffenen Hunden bestmöglich zu helfen.“
Mit Ihrer Spende schenken Sie Tieren Gesundheit und Lebensfreude.